Um alle Inhalte sehen zu können, benötigen Sie den aktuellen Adobe Flash Player.

Einige Gemälde Gemälde & Filme Kontakt  Mein Buch Gästebuch 

Mein Buch

Mit einer barbarischen Szene startet der Roman von Helmut Oberhauser und erzählt von der Folter, die dem Ich- Erzähler als fünfjähriges Kind von der eigenen Mutter zugefügt wird. Mit einem glühenden Eisen verbrennt sie die Hand des Kindes, nur weil es seinem jüngeren Bruder die blonden Locken abgeschnitten hatte. Das ist der Vorgeschmack für das, was Helmut Oberhofer in den Folgejahren an seelischer und physischer Pein erleiden wird.Zwei Nachbarinnen versuchen wiederholt, den Jungen aus dieser Hölle zu retten, und stellen die völlig überforderte Mutter zur Rede. Doch vergebens. Man schreibt das Jahr 1954. Helmut lebt mit seiner Mutter und den Brüdern in den Baracken eines Obdachlosenasyls bei Wien. Der Vater, vom Krieg schwer verwundet, liegt noch immer im Krankenhaus. Als er endlich nach Hause kehrt und Helmuts Brandverletzung sieht und die Mutter zur Rede stellt, dreht diese durch, holt einen anderen Asylbewohner, der ihren invaliden Ehemann brutal zusammenschlägt. In dieser Nacht zieht Helmut seine blaue Schmusedecke über den Kopf und weint sich in den Schlaf. Die von ihm erduldete Brutalitat nimmt kein Ende, auch nicht, als Helmut in den Kindergarten kommt. Helmut Oberhausers beklemmender Roman erzählt von einer in einem unterprivilegierten Milieu verbrachten Kindheit voller Gewalt und Misshandlung.Als die Zerwürfnisse zwischen den Eltern immer schlimmer werden beginnt sogar Helmuts Vater, der den Sohn nie geschlagen hatte, auf den Jungen einzudreschen, bis das Blut spritzt. Die Zustände werden immer schlimmer, die Scheidung steht bevor, und die Kinder kommen vorübergehend in ein von Ordensschwestern geleitetes Heim, in dem es fast genauso rau zugeht. Und doch wird der Alltag in der Klosterschule für Helmut und seine Bruder Teil eines neuen Lebens, auch wenn die Jungen darunter leiden, dass die Eltern sie im Stich gelassen haben. Wie rücksichtslos die Eltern sind, wird deutlich, als sie die Geschwister voneinander trennen, nachdem die Scheidung durch ist und das Sorgerecht geklärt ist. Helmut und seine kleine Schwester Sissi dürfen künftig beim Vater und seiner neuen Lebensgefährtin leben, seine Brüder fortan bei der Mutter. Anfangs scheint es, als ob Helmuts Kindheit unter einem besseren Stern stehen würde, aber dann ist er wieder der häuslichen Gewalt und Brutalität seines Vaters und den Gemeinheiten seiner viel zu jungen Stiefmutter Eva ausgesetzt, die den Jungen schwer misshandeln und ihn schließlich in eine Anstalt für schwer erziehbare Kinder stecken. Gerade in diesem Heim erlebt er sexuelle und körperliche Misshandlungen am laufenden Band und erlernt sich selbst auf das brutalste zu verteidigen.Er wird zwar wieder aus dem Heim herausgeholt, doch nur, um einer weiterhin düsterenZukunft entgegenzublicken. Helmut Oberhausers sehr ergreifender Roman, der autobiographische Züge haben könnte,lässt in die Tiefen einer schwer misshandelten Kinderseele blicken.

Die blaue Decke

Dieser Roman ist im November 2011 im NOVUM Verlag erschienen

Hinrichtung einer Kinderseele



Helmut Oberhauser

Maler, Autor, Fotograf





Eigene kostenlose Homepage erstellen